Das Weinjahr 2016

Nach einem trockenen Winter wurden die Reben im Frühling gut mir Wasser versorgt. Das anhaltend nasse Wetter sorte aber auch für erhebliche Probleme mit Pilzinfektionen auf Blättern und Trauben. Was einen enormen Mehraufwand bei der Laubarbeit mit sich brachte. Dank des sonnigen Spätsommers haben die Trauben in den Wochen vor der Ernte enorm an Reife zugelegt. Das trockene und sonnige Herbstwetter ermöglichte eine entspannte Weinlese zum optimalen Reifezeitpunkt. Die lange Reifephase mit warmen Tagen und kühlen Nächten hat die Ausprägung der Fruchtaromen und den Trauben gefördert. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

 

2015 ist ein außergewöhnliches Jahr. Am 13. Mai traf ein Unwetter mit bis zu Tischtennisball großen Hagelkörnern unsere Reben. Die Schäden sind von Lage zu Lage unterschiedlich zwischen 10% bis zu 80% und dadurch hatten wir einen Mehraufwand bei der Laubarbeit von ca. 2000 Stunden. Die extrem heißen und trockenen Sommertage waren für unsere Reben kein Problem. Mitte September starteten wir die Weinlese 2015 mit Müller-Thurgau. Traumhaft schöne Sonnen­tage verwöhnten uns, und so konnten wir die Ernte mit sehr guten Qualitäten und Mostgewichten bis 108° Oechsle einbringen, doch liegt die Menge etwa 30% unter dem Durch­schnitt. Mit der außergewöhnlichen Qualität sind wir sehr zufrieden.

 

2014

Das Weinjahr 2014 wurde zunächst durch einen sehr milden und trockenen Winter geprägt. Wir hatten kaum Frost und schon extrem frühzeitig ist die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Die Rebenblüte verlief positiv bei warmen Temperaturen und trockenem Wetter. Durch die Niederschläge im Sommer wurde das Wasserdefizit wieder etwas ausgeglichen und der Entwicklungs- vorsprung verzögert. Im August stellte uns ein im Weinbau bisher unbekannter Schädling vor neue Herausforderungen: Die asiatische Kirschessigfliege. Mit zunehmender Traubenreife wurde die Gefahr immer größer, dass das Weibchen mit ihren scharfen Schneidewerkzeugen die Beerenhaut aufschlitzt und ihre Eier in die noch unreife Traube ablegt. Durch aufwändige und intensive Laubarbeit sowie gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen konnte der Schaden abgewehrt werden.

Die Ernte begann am 15. September und war am 18. Oktober abgeschlossen. Menge und Qualität sind sehr gut. Die Trauben konnten gesund und vollreif geerntet werden. 

2013

Mit einem kühlen und regenreichen Frühjahr startete das Jahr 2013 mit einem späten Austrieb. Das Rebenwachstum schritt nur langsam voran. Auch während der Rebenblüte war das Wetter durchwachsen. Die Blüte dauerte sehr lange und es gab eine erhebliche Reduzierung der Beeren. Der Sommer war wunderschön und so konnte wieder etwas Zeit aufgeholt werden. Während der Reifephase Mitte September hatten wir fast zwei Wochen Regen. Erntebeginn für Müller-Thurgau war Ende September und für die Burgunderreben in der zweiten Oktober-woche.

2012

Nach einem niederschlagsarmen Winter und dem kühlen Frühjahr sind die Reben etwas später ausgetrieben. Die Weinreben haben die extreme Kälte von unter -10°C im Februar gut überstanden. Die Spät- und Bodenfröste bis Mitte Mai mit Nachttemperaturen um die -1°C haben zum Glück keinen Schaden in den Weinbergen angerichtet.  Durch die Rebenblüte bei kühlem

Regenwetter wurden die Trauben lockerbeeriger und konnten besser abtrocknen. Im Herbst herrschten fantastische Reifebedingungen durch viele Sonnentage. Die starken Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht begünstigen die Bildung von Fruchtaromen und Farbstoffen in den Trauben und sind von großem Vorteil. Und so stehen alle Faktoren günstig für einen guten Weinjahrgang.  

2011

Schon zu Beginn der Vegetation im Frühjahr hatten wir sehr warme Temperaturen, was ein explosionsartiges Rebenwachstum hervorrief. Im Vergleich zu den Vorjahren hatten wir gut drei Wochen Entwicklungsvorsprung, die sich bis zur Ernte durchzogen. Und so konnten wir bereits Anfang September mit der Lese beginnen. Noch nie hatten wir ein so optimales Erntewetter ohne Niederschläge und so konnten wir beruhigt  unsere Trauben bis zum Optimum am Stock reifen lassen. Die kühlen Nächte wurden ausgenutzt und in den frühen Morgenstunden unsere Trauben geerntet. So konnten wir wie in den letzten Jahren auch die sortentypische Fruchtigkeit erhalten.

Wir sind mit den Qualitäten und der Menge sehr zufrieden. Die ersten Jungweine probieren sich sehr sortentypisch, kräftig und würzig.

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